Herzlich Willkommen auf der Sophienhöhe

Herzlich Willkommen auf der Sophienhöhe

Die Sophienhöhe, auch Monte Sophia genannt, ist eine durch den Abbau von Braunkohleflöze des Tagebaus Hambach entstandene rekultivierte Abraumhalde die bei Jülich im Kreis Düren gelegen etwa 13 km² Fläche bedeckt und deren höchste Stelle auf 301,8 m ü. NHN liegt.

Die Sophienhöhe erhebt sich mit dem Charakter eines kleinen Höhenzugs, der die Landschaft im sonst eher ebenen Jülicher Raum deutlich prägt, durchschnittlich 200 m über die Umgebung. Ihre höchsten Stellen sind der Steinstraßer Wall (301,8 m), auf dem der kleine Aussichtsturm Römerturm steht, das Höller Horn (291,5 m[1]) und der Jülicher Kopf (285,8 m[1]). Auf dem Erdboden ihrer Kuppe (also nicht auf dortigem Aussichtsturm) steht man etwa 595 m über dem Grund des Tagebaus, der derzeit bei zirka 293 m unter NHN liegt. Zwischen dem Steinstraßer Wall und dem nordnordöstlich gelegenen Dorf Höllen, das sich an der Kreuzung Landwehr/Ehrenstraße auf 83,8 m[1] befindet, sind es 218 m Höhenunterschied.

An der kleinen Zufahrtsstraße, die von Stetternich ostwärts zur Sophienhöhe führt, werden am Fuß der Abraumhalde historische, preußische Meilensteine präsentiert.

Die Tagebauerschließung war mit archäologischen Untersuchungen verbunden. So lag die Bundesstraße 55, deren Abschnitt zwischen Elsdorf und Jülich wegen des Tagebaus verlegt werden musste, auf der alten Ost-Westverbindung Via Belgica.

Ein Replikat eines bei Zülpich-Hoven gefundenen römischen Meilensteins mit einer Widmung an den Kaiser Konstantin der Große aus dem Jahr 325 erinnert an das römische Fernstraßennetz. Ein preußischer Obelisk mit zwei steinern Sitzbänken stand ursprünglich 5 preußische Meilen (37,662 km) westlich von Köln. Auf einem Kreisverkehr in der Nähe steht ein Replikat einer römischen Jupitersäule.

Bereits 1988 wurde mit der forstlichen Rekultivierung der Sophienhöhe begonnen, die längst zu einem Naherholungsgebiet geworden ist. Rund 90 % der Flächen sind bewaldet und forstlich bewirtschaftet, viele kleine Lichtungen und mehrere kleine Teiche sind eingestreut.

Mittlerweile gibt es um und auf der Abraumhalde ein über 70 km langes Netz von Wanderwegen, die zum Teil auch für Radfahrer und Reiter freigegeben sind. Auf dem Südostgrat, an der höchsten Stelle der Sophienhöhe (Steinstraßer Wall), steht der kleine Aussichtsturm Römerturm, der ein Nachbau eines römischen Wachturms ist und von dem man früher unter anderem in den Tagebau Hambach sehen konnte. Etwas unterhalb bzw. südöstlich davon steht ein Wetterradar (siehe Absatz „Wetterradar“). Auf ihrem Südteil befindet sich zum Beispiel ein Wildgehege und etwas südöstlich davon steht das alte Gipfelkreuz (ca. 265 m ü. NN[6]), das den ersten markierten Hochpunkt der Halde darstellt und von wo aus der Blick in den Tagebau Hambach fällt. Zudem wurde dort der Mammutwald mit Mammutbäumen angelegt. Auf ihrer Nordostflanke befand sich früher ein Startplatz für Gleitschirmflieger, in dieser Gegend steht die kleine Kuckuckshütte (ca. 246 m[1]) als eine von mehreren Schutzhütten der Halde. Zudem gibt es an den Haldeflanken mehrere Rodelbahnen.


Jährlich findet der Monte-Sophia-Lauf statt, welcher einmal rund um bzw. über die Sophienhöhe führt. Er ist 28,5 km lang und gilt wegen seiner zahlreichen Steigungen als anspruchsvoller Lauf. Meist findet der Lauf Mitte August statt.